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Tipps zum Datenschutz, nicht nur für Lehrer…

Wir sind umgezogen!

Stressfrei Unterrichten heißt jetzt „LehrerDasein“ – und ist passenderweise auch umgezogen:

www.lehrerDasein.de

Schau doch gleich mal vorbei!

Selbstverständlich gibt es auf Stressfrei Unterrichten eine ordentliche Datenschutzerklärung. Aber da es sich hier um ein rechtliches Dokument handelt, ist der praktische Nutzen für die Leser (wie bei den meisten anderen rechtlichen Dokumenten auch) ja eher gering… 😉

Deshalb gebe ich Ihnen auf dieser Seite einige praktische Tipps zum Datenschutz, die nicht nur Lehrer betreffen. (Sie können also auch gerne Ihre Schüler auf diese Seite verweisen!).

Mich erschreckt es oft zu sehen, wieviele Menschen zwar „Datenschutz“ verlangen, aber selbst…

… ohne zu Zögern beim Einkauf ihre Payback-Karte ziehen (und damit selbst dabei helfen, ein vollständiges Profil ihrer Einkaufs- und Lebensgewohnheiten zu erstellen – dass dann natürlich von den beteiligten Unternehmen auch genutzt werden kann. Sind die paar „Punkte“ beim Einkauf das wirklich wert?)

… ohne Nachzudenken ihr komplettes Adressbuch mit den vollständigen Daten aller Familienmitglieder, Freunde, Bekannten und Kollegen bei Google hochladen (damit geben sie nicht nur ALLE Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten und Emailaddressen weiter. Sie erlauben den beiligten Unternehmen auch, Rückschlüsse auf ihr soziales Umfeld zu ziehen: mehrere ihrer Freunde haben sich erst kürzlich für Hypothekenkredite interessiert? Vielleicht sind sie ja auch gerade in der Phase, in der sie über ein eigenes Häuschen nachdenken?)

… bei Facebook „lustige“ Bilder von Bekannten hochladen und mit deren Namen taggen (was einmal online verfügbar ist, kann NIE mehr zurückgeholt werden! Und ein solches Bild ist im besten Fall peinlich, im schlimmsten Fall kann es ein Leben ruinieren, vor allem wenn es mit Namen versehen ist. Ist der kurzfristige Spaß das wirklich wert?)

Deshalb ist die erste und wichtigste Grundregel zum Datenschutz:

Datenschutz beginnt immer im eigenen Kopf!

Überlegen Sie sich gut, welche Informationen Sie von sich und von anderen preisgeben wollen, und in welchem Umfeld. Im Zweifelsfall gilt: Für sich behalten ist die bessere Wahl!

Wie sieht es aber nun konkret auf einer Webseite wie z.B. hier bei Stressfrei Unterrichten aus? Da Facebook in letzter Zeit in punkto Datenschutz immer wieder in der Kritik war, benutze ich es hier als konkretes Beispiel. Die gleichen Tipps gelten aber genauso für viele andere Dienste und Anbieter… Wie können Sie also z.B. der Datensammelsucht von Facebook entgehen, obwohl es ja auf vielen Webseiten Facebook Like-Buttons gibt?

Hierfür gibt es ein paar sehr einfache Tricks, mit denen Sie einen großen Teil der Datensamlung unterbinden:

  1. Ausloggen Wenn Sie einen Dienst wie Facebook, Google, Amazon, Ebay oder Twitter verlassen, dann loggen Sie sich konsequent aus Ihrem Konto aus.

    Damit sind Sie zwar z.B. über Cookies immer noch im Internet verfolgbar (siehe unten), aber wenigstens kann nicht mehr jeder Besuch einer Webseite unmittelbar Ihrem Konto und Namen zugeordnet werden.

  2. Cookies von Drittanbietern unterbinden Cookies sind kleine, an sich harmlose Dateien, die beim Besuch einer Webseite auf Ihrem Computer gespeichert werden können.

    Cookies haben viele sehr nützliche Zwecke: Wenn Sie beispielsweise Mitglied in einem Forum oder einer anderen Webseite sind, dann wird beim Einloggen ein Cookie auf Ihrem Rechner gespeichert, in dem die Information enthalten ist, dass Sie erfolgreich eingeloggt sind. Jedes mal, wenn Sie nun in diesem Forum (oder auf Facebook, Twitter, …) eine neue Seite aufrufen, überprüft diese Seite vor dem Laden, ob Sie korrekt eingeloggt sind. Hierzu wird nach diesem „Anmelde“-Cookie gesucht. Wenn es ein solches Cookie gibt, wird Ihnen die Seite angezeigt — ansonsten erhalten Sie eine Fehlermeldung.

    Sie können sich also vorstellen, dass unser Internet ohne Cookies ganz anders strukturiert sein müsste, da Sie sich ja bei sehr vielen Diensten einloggen, um sie überhaupt benutzen zu können.

    Cookies können auch noch für andere Zwecke benutzt werden: Wenn ich beispielsweise ein gutes Buch für Lehrer finde, dann veröffentliche ich auf Stressfrei Unterrichten in der Regel einen Link zu diesem Buch bei Amazon. Diese Links sind sogenannte „Werbepartnerlinks“. Das heißt, dass ich von Amazon eine (leider nicht allzu hohe… 😉 ) Provision erhalte, wenn Sie auf meinen Link klicken und dann etwas kaufen.

    Da das Betreiben von Webseiten, besonders von guten Webseiten, Geld und Zeit kostet, sind solche Werbepartnerlinks für viele kleine Webseitenbetreiber eine Möglichkeit, wenigstens einen Teil ihrer Kosten zu decken. Anders ließen sich manche Angebote im Internet überhaupt nicht unterhalten.

    Cookies haben also im Internet sehr legitime Anwendungen, mit denen sowohl Ihnen als auch den Betreibern von Webseiten gedient ist. Cookies völlig zu unterbinden ist also im besten Fall für Sie sehr unbequem, im schlechtesten Fall überhaupt nicht möglich, da viele Anwendungen im Internet ohne Cookies nicht mehr funktionieren.

    Andererseits können Cookies natürlich auch dazu dienen, Ihre Bewegungen im Internet zu verfolgen. Dies funktioniert beispielsweise so:

    Der Betreiber einer Webseite möchte Werbung anzeigen, um einen Teil seiner Kosten zu finanzieren. Hierzu bindet er ein z.B. ein Werbebanner eines großen Werbenetzwerkes ein. Wenn Sie nun diese Webseite besuchen, legt das Werbenetzwerk ein Cookie auf Ihrem Rechner ab.

    (Ohne allzusehr in die Details zu gehen: Technisch ist dies möglich, weil das Werbebanner vom Server des Werbenetzwerks geladen wird. Damit kann das Werbenetzwerk beim Laden des Banners gleichzeitig auch ein Cookie setzen.)

    Nehmen wir an, die ursprünglich von Ihnen besuchte Webseite enthielt Informationen über Private Krankenversicherungen. Nun wundern Sie sich, warum Sie auf einmal überall im Internet Werbung für Private Krankenversicherungen sehen…

    Der Trick dahinter ist ganz einfach: Wenn Sie die nächste Webseite besuchen, auf der ebenfalls ein Werbebanner (oder anderer Werbeblock) des gleichen Werbenetzwerks eingebunden ist, dann liest dieses Werbenetzwerk das existierende Cookie aus. Somit kann es ganz automatisiert feststellen, welche Webseiten Sie vorher schon besucht haben. Und Ihnen dann Werbung anbieten, die zu Ihren „Interessensgebieten“ (d.h. zu den Themen der früher besuchten Webseiten) passt.

    Im Beispiel von Facebook bedeutet dies konkret: Wenn Sie eine Webseite besuchen, auf der sich ein Facebook Like-Button befindet, kann Facebook auf Ihrem Computer ein Cookie setzen. Wenn Sie dann weitere Webseiten ansehen, auf denen wieder Like-Buttons eingebunden sind, kann Facebook ein Profil Ihrer Webseitenbesuche und Interessen erstellen. Denn auf jeder dieser Webseiten kann dieses Cookie von Facebook gelesen und mit Ihren bisherigen Webseitenbesuchen in Verbindung gebracht werden.

    Auf diese Art können Drittanbieter wie Facebook oder Werbenetzwerke also verfolgen, auf welchen Internetseiten Sie sich bewegen (und damit natürlich auch, wofür Sie sich gerade besonders interessieren).

    Unterbinden lässt sich dieses Verhalten ganz einfach: In jedem ordentlichen Webbrowser gibt es eine Funktion, mit der Sie „Cookies von Drittanbietern“ untersagen können. Das heißt, dass nur noch die Webseite, auf der Sie sich aktuell befinden, ein Cookie bei Ihnen setzen darf. Andere Webseiten (in unserem Beispiel die Werbeagentur) dürfen keine Cookies mehr auf Ihrem Computer speichern.

    Deshalb: Schalten Sie Cookies von Drittanbietern in Ihrem Browser aus. Dies hat kaum einen Einfluss auf Ihre Bequemlichkeit (z.B. werden Ihre Logins für Internetforen oder Dienste wie Amazon immer noch funktionieren). Auch die Werbepartnerlinks von Seiten wie Stressfrei Unterrichten funktionieren weiterhin (denn hierfür müssen Sie aktiv auf z.B. auf den Amazon-Link klicken und damit die Amazon-Webseite besuchen, damit das Cookie gesetzt wird). Das einzige, was gesperrt wird, sind Cookies, die der reinen Datensammlung diesen…

    (Benutzen Sie am besten die Hilfefunktion Ihres Browsers oder eine kurze Internetsuche, um diese Option in Ihrem Browser zu finden.)

  3. Cookies löschen Auch dies ist eine Option in Ihrem Browser, die leider kaum jemand kennt oder benutzt… Die gängigen Browser können Sie so einstellen, dass sie zwar Cookies akzeptieren, aber beim Schließen des Browsers alle Cookies löschen. (Natürlich können Sie auch gezielt einzelne Cookies von Hand löschen, aber auf Dauer ist das ziemlich mühsam…)

    D.h. Sie können sich wie immer im Internet bewegen. Wenn Sie aber den Browser schließen, löscht er automatisch alle gespeicherten Cookies. Hiermit werden z.B. auch die Cookies gelöscht, die von Ihren Besuchen bei Facebook, Ebay, Twitter, Google, Amazon oder anderen großen Anbietern übrig geblieben sind.

    Diese Option hat Vor- und Nachteile, die Sie für sich selbst abwägen müssen:

    Zum einen können Sie natürlich nicht mehr einfach über Wochen hinweg „eingeloggt“ bleiben, z.B. in Ihrem Lieblingsforum, bei Facebook, Amazon, Ebay oder Twitter. Nach jedem Browser-Neustart sind die „Anmelde-Cookies“ weg und Sie müssen sich neu einloggen.

    Theoretisch können Sie hierfür wieder „Ausnahmen“ speichern, d.h. Webseiten festlegen, deren Cookies nicht gelöscht werden. Ob das der Mühe wert ist, müssen Sie für Ihren speziellen Fall selbst entscheiden.

    Aber auch für kleinere Internetangebote wie Stressfrei Unterrichten hat diese Option den Nachteil, dass die gespeicherten Cookies z.B. aus Werbepartnerlinks „verloren gehen“. Wenn Sie also den Betreiber einer solchen Webseite bei seiner Arbeit unterstützen wollen und Ihre Cookies seit dem letzten Besuch gelöscht wurden, dann müssen Sie noch einmal auf den entsprechenden Werbepartnerlink klicken, damit der Betreiber von Ihrem Einkauf z.B. bei Amazon profitiert.

    Insgesamt ist diese Option nicht jedermanns Sache, weil man sich doch immer wieder mit dem Thema auseinandersetzen muss bzw. kleine Unbequemlichkeiten hat.

    Falls Sie das nicht möchten, empfehle ich Ihnen, wenigstens die beiden ersten Tipps konsequent umzusetzen: Ausloggen und Cookies von Drittanbietern untersagen. Das macht nicht viel Mühe, und trägt schon einen großen Teil zu Ihrer Privatsphäre im Internet bei.

Natürlich lässt sich das Thema „Datenschutz“ in aller Komplexität und mit allen technischen Details hier nicht in dieser Kürze abhandeln. Aber wenn Sie die obengenannten Tipps befolgen, sind Sie mit Ihrem persönlichen Datenschutz (und dem Ihrer Familie und Freunde) schon sehr viel weitergekommen, als die meisten Menschen es jemals sein werden.

Und vergessen Sie nicht das Wichtigste: Datenschutz beginnt im eigenen Kopf!

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter! Sie dürfen den Link gerne an Kollegen, Schüler oder Freunde weitergeben — und ihn natürlich auch auf Facebook oder bei Twitter mit anderen teilen… 😉

Wir sind umgezogen!

Stressfrei Unterrichten heißt jetzt „LehrerDasein“ – und ist passenderweise auch umgezogen:

www.lehrerDasein.de

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